WordPress Plugins
Gepostet von rrwenda am Jan 22, 2012 in Blog, Featured | Keine Kommentare
Bild: Tony Hegewald / Pixelio.de
In Bezug auf den Tagesworkshop mit WordPress möchte ich hier noch einmal die angesprochenen Plugins auflisten, die sich jedenfalls für mich bewährt haben. Da WordPress ein unglaublich riesiges Repertoire an Plugins und allgemeinen zusätzlichen CMS Bausteinen bietet, kann dies hier nur ein kleiner Auszug sein.
Ich werde die Plugins auch nicht weiter bewerten, da sie ja eh in meiner Installation vorhanden sind und daher in meiner persönlichen Meinung als gut befunden werden. Daher möchte ich auch anregen, dass jeder selbst anderen Plugins vielleicht mal eine Chance gibt und sie einfach mal ausprobiert werden. Gerne nehme ich Hinweise entgegen, sobald andere bessere Plugins gefunden werden.
Zudem werde ich das Thema der API Keys nochmals aufgreifen und erläutern wie diese in das Gesamtkonzept von WordPress passen.
Fangen wir also mit der kleinen Übersicht an WordPress Plugins an:
Analytics360 - Dieses Plugin bietet die Möglichkeiten, seine Accounts zu Google Analytics und MailChimp mit WordPress zu verbinden. Warum sollte man das tun? Und was sind denn Analytics und MailChimp überhaupt für Programme?
Google Analytics bietet die Möglichkeit den Benutzerandrang auf Ihrer Website zu ermitteln und zu dokumentieren. Sie können dann auswerten wie viele Personen ihre Seite besucht haben, woher sie gekommen sind (z.B. über die Google Suche oder evtl. durch direkte Eingabe der URL in die Browser Adressleiste), wie lange sie sich durch die Inhalte geklickt haben, welche Unterseiten besucht wurden usw. Sie benötigen dazu zunächst einen Google Analytics Account. Sobald Sie diesen haben, sollten Sie vorerst noch einen Blick auf das zweite Programm werfen, das Analytics360 bedient.
MailChimp ist ein hervorragendes Tool zum Erstellen und Versenden von Newslettern. Da EMail Marketing noch immer nicht an Bedeutung verloren hat, werden Sie hier eine einfache Möglichkeit haben Ihre Newsletter zu steuern, sofern Sie welche verwenden. Auch hier benötigen Sie einen Account, damit Analytics360 darauf zugreifen kann. Sie können dann auswerten wie Ihre Leserschaft auf Ihre Newsletter reagiert hat.
Haben Sie die Accounts eingerichtet ist es an der Zeit das eigentliche Plugin zu installieren und zu aktivieren. Wie das funktioniert wurde ausführlich im WordPress Workshop behandelt.
Der Schlüssel zum Glück – API Key
In den Einstellungen so mancher Plugins werden sogenannte API Keys benötigt. Doch was ist das überhaupt? Die offizielle Erläuterung von WordPress finden Sie hier. Ich fasse dies kurz in meinen Worten zusammen. Ein API Key ist wie ein Passwort für die Anwendung, die Sie jeweils benutzen. Ihr WordPress oder auch andere CMS verwenden diese Schlüssel um die Funktionen dieser externen Programme nutzen zu können. Wenn Sie keinen API Schlüssel verwenden, müssten Sie sich jedesmal selbst einloggen um entsprechende Funktionalitäten anwenden zu können. Sie sehen, ein API Key ist Ihr Schlüssel zum Glück^^
Behandeln wir die nächsten Plugins:
WP Complete Backup
Eines der elementarsten Plugins ist ein geeignetes Backup Tool. Stellen Sie sich vor, Sie schreiben über Jahre hinweg Ihren Blog und plötzlich, von einem Tag auf den anderen, fliegt Ihrem Hoster der Server um die Ohren. Er sagt Ihnen, dass leider auch die automatischen Sicherungen dahin sind. Haben Sie denn Ihre Daten gesichert? Oder müssen Sie von Vorne beginnen? Denken Sie mal darüber nach, was das für eine Arbeit darstellt alles neu zu erstellen. Und eigentlich würde man wahrscheinlich nie wieder denselben Wortlaut für seine Artikel finden.
WP Complete Backup ist ein geeignetes Plugin für WordPress um Ihre eigenen Sicherungsdateien anzulegen. Dies geschieht automatisch, sofern Sie einmal den “Start Backup” Schalter verwendet haben in den Einstellungen des Plugins. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings. Der Ordner der Sicherung kann nicht selbst ausgewählt werden und das jeweilige Backup landet zwangsläufig auf dem Server unter dem vordefinierten Pfad “Plugin”/storage. Man muss also einen FTP Client verwenden um den Ordner vom Server zu ziehen, sofern man dies wünscht. Aber alles in einem ist es ein gutes, leicht zu bedienendes Backup Plugin für WordPress.
Ultimate TinyMCE
Wer schon immer in WordPress nach einem umfangreicheren Editor gesucht hat um z.B. die Schriftarten und Größen zu ändern, der wird bei diesem Plugin fündig. Einmal installiert und aktiviert kann man in den Einstellungen des Plugins festlegen welche Zusatzoptionen der Editor in WordPress anzeigen soll. Testen Sie es aus, es ist wirklich eine sehr gute Alternative zum Standard Editor.
WP Super Cache
Wer seine Seite SEO-technisch “pimpen” möchte, der sollte nicht auf WP Super Cache verzichten. Dieses kleine Plugin steuert den Cache des Blogs und optimiert so die Ladegeschwindigkeit der Seite. Für Google und andere Suchmaschinen ist die Zeit des Seitenaufbaus ein Kriterium für das Ranking.
Get Custom Field Values
Dieses und das folgende Plugin für WordPress ist eher für WordPressbenutzer geeignet, die sich ein wenig mit Websiteprogrammierung auskennen. Die Custom Fields sind eine zusätzliche Steuerungsmöglichkeit für Artikel und Seiten. Man kann eigene Felder definieren, die dann standardgemäß immer wiederkehrende Informationen verarbeiten. Z.B. könnte ein “Weiterlesen” Button zu jedem Artikel ausgegeben werden, bei dem man den angezeigten Text aber gerne selbst editieren möchte. D.h. man legt ein Custom Field “Button” an und definiert den angezeigten Text. Das ist natürlich nur ein Beispiel von etlichen anderen Möglichkeiten.
AdCodes Widget
Wie der Name des Plugins für WordPress schon hergibt, handelt es sich hierbei um die Verarbeitung von Code. Wenn Sie z.B. in Ihrem Blog AdSense Werbung einblenden wollen, dann können Sie den Quellcode innerhalb eines Widget angeben und ihn beliebig auf der Seite positionieren. Natürlich verarbeitet dieses Plugin auch sämtliche andere Codes wie PHP oder HTML.
KB Advanced RSS Widget
Ich verwende dieses RSS Widget persönlich lieber als das im WordPress mitgelieferte RSS Plugin. Man hat noch ein paar zusätzliche Einstellungen, die aber rein kosmetischer Natur sind. Sehr nützlich ist aber auch die Option, dass das Widget ausgeblendet wird sobald Fehler im Script auftreten. Ein zeitweise fehlerhafter Server beim Host führt dann nicht zu kryptischen Meldungen im Blog.
Google XML Sitemaps
Möchten Sie möglichst das Optimum an SEO-technischem Tuning aus Ihrem Blog herausholen? Dann benötigen Sie für Google dieses kleine Plugin für WordPress. Nach der Installation können Sie eine XML Sitemap von Ihrem Blog erstellen lassen, so dass Google Ihre Seite besser indizieren kann. Dies wiederum führt zu einer verbesserten Einstufung im Ranking, sofern die Aussagen zum Pandaalgorhythmus stimmen. Aber vergessen Sie nicht nach der Installation das Plugin zu aktivieren und in den Einstellungen den Button zur Erstellung einer Sitemap zu drücken. Dies geschieht nicht automatisch und sollte bei strukturellen Änderungen im Blog wiederholt werden.
Social Media Buttons
Wer kennt sie nicht, die kleinen Buttons am Rand oder unterhalb von Beiträgen um die Neuigkeiten in die soziale Welt zu verbreiten?! Das WordPress Plugin, Social Media Buttons stellt die gewünschten kleinen Helferlein zur Verfügung. Ich selbst verwende es für die Verbreitung meiner Nachrichten auf Google+, Twitter und Facebook. Aber auch hier gibt es genügend Auswahl. Suchen Sie nur mal “Social Media” bei der Plugin Installation und Sie werden sehen, wie lang die Ergebnisliste ist.
Twitter Tools
Wo wir gerade bei Social Media sind, gibt es noch weitere Plugins für WordPress um z.B. Twitternachrichten in sein Blog zu integrieren. Ich verwende dazu Twitter Tools, das es mir erlaubt gepostete Tweets über ein Widget auf meiner Seite anzeigen zu lassen. Sobald ich also einen Tweet verfasse und veröffentliche wird dieser auf meiner Seite ausgegeben und ebenfalls mit verkürztem Link angezeigt.
Wie Sand am Meer
Denken Sie immer daran, dass es sehr sehr viele Auswahlmöglichkeiten an Plugins für WordPress gibt. Diese kleine Auflistung dient lediglich für eine kleine Übersicht. Die benannten Plugins setze ich selber ein und habe auch schon etliche andere ausprobiert. Aussagen wie: “Ich kenne das beste Plugin für …” kann ich nicht gelten lassen. Dafür ist die Entwicklung freier Software viel zu schnell und bringt kontinuierlich fantastische Erweiterungsmöglichkeiten zur Welt.
Gerne können Sie per Kommentar auch Ihr “Lieblingsplugin” vorstellen. Ich freue mich auf jeglichen Austausch zu diesem Thema.

